SEO für Industrieunternehmen: Wo Sie anfangen
Ein praktischer Leitfaden für Marketingverantwortliche in der Industrie, die Suchmaschinen als Vertriebskanal nutzen wollen. Ohne Floskeln, nur die Schritte, die zählen.
Ein praktischer Leitfaden für Marketingverantwortliche in der Industrie, die Suchmaschinen als Vertriebskanal nutzen wollen. Ohne Floskeln, nur die Schritte, die zählen.
Sie sind Marketingverantwortlicher in einem Industrieunternehmen und sollen “etwas mit SEO machen”. Die Fragen sind immer dieselben: Womit fängt man an, was bringt wirklich etwas, und wann sieht man Ergebnisse?
Dieser Leitfaden beantwortet genau das, für den deutschen Markt und für Unternehmen, die technisch erklärungsbedürftige Produkte verkaufen.
Ihre Einkäufer und Konstrukteure recherchieren bei Google, bevor sie mit einem Vertriebsmitarbeiter sprechen. Ob Palettenregal, Fördertechnik oder Sondermaschinenbau: Der Prozess beginnt online, oft Monate vor der ersten Anfrage. Wer dort nicht auftaucht, wird nicht in die Auswahl aufgenommen.
Anders als bei Google Ads bauen Sie mit organischer Sichtbarkeit einen Bestand auf. Die Arbeit von heute bringt in zwei Jahren noch Anfragen.
Bevor Sie irgendetwas optimieren, müssen Sie wissen, welche Begriffe Ihre Kunden tatsächlich eingeben. Im deutschen Markt klafft hier fast immer eine Lücke.
Ihr Marketing nennt das Produkt so, wie es im Katalog steht. Der Konstrukteur sucht nach dem Fachbegriff, der Einkäufer nach der Norm, und der Instandhalter nach dem Problem, das er gerade am Band hat. Drei Personen, drei völlig verschiedene Suchanfragen, ein Produkt.
Dazu kommt die Eigenart des Deutschen: Komposita. “Edelstahlförderband”, “Förderband Edelstahl” und “Bandförderer Edelstahl” sind für Google drei Anfragen mit unterschiedlichem Volumen und unterschiedlichem Wettbewerb. Eine Übersetzung aus dem Englischen findet diese Unterschiede nie.
Ihre Website muss crawlbar, schnell und sauber strukturiert sein. Was uns auf Websites von Industrieunternehmen am häufigsten begegnet:
Der letzte Punkt ist im deutschen Maschinenbau die Regel. Das komplette Wissen des Unternehmens liegt in Datenblättern, und die Produktseite selbst besteht aus vier Sätzen und einem Downloadlink. Diese Inhalte gehören als Text auf die Seite.
Industrielle Einkäufer suchen je nach Phase völlig unterschiedlich. Der eine sucht nach einer Lösung für ein Problem, der nächste vergleicht zwei Verfahren, der dritte will eine Anfrage stellen.
Deutsche Einkäufer erwarten dabei Tiefe. Technische Daten, Toleranzen, Werkstoffangaben, Normbezug nach DIN oder ISO, Angaben zu Zertifizierungen. Eine Seite, die um die Fakten herumredet, verliert den Leser in zehn Sekunden.
Was funktioniert: Produktseiten mit vollständigen technischen Angaben, Vergleiche zwischen Verfahren, Anwendungsberichte aus der Praxis, Auslegungshilfen und Einbauhinweise.
Wenn Sie nach Frankreich, in die Niederlande oder nach Polen verkaufen, brauchen Sie für jeden Markt eine eigene Strategie. Wettbewerb, Suchvolumen und Kaufverhalten unterscheiden sich erheblich.
Eine übersetzte Website mit identischer Struktur in allen Sprachen reicht nicht. Der französische Einkäufer sucht anders als der deutsche, und die Konkurrenz auf Google.fr ist eine andere als auf Google.de.
Organischen Traffic zu verfolgen ist der Anfang, nicht das Ziel. Für Industrieunternehmen zählen:
SEO wirkt nicht sofort. Für Industrieunternehmen, die einen neuen Markt erschließen, sind sechs bis zwölf Monate bis zu spürbaren Ergebnissen realistisch. Wie schnell es geht, hängt von Ihrer heutigen Sichtbarkeit ab, vom Wettbewerb im Zielmarkt und davon, wie zügig Sie freigeben und umsetzen können.
Die gute Nachricht: Ist das Fundament gelegt, verstärkt sich die Wirkung von selbst. Monat zwölf sieht deutlich anders aus als Monat sechs.
Wenn Sie über SEO für Ihr Industrieunternehmen nachdenken, beginnt alles mit einer nüchternen Einschätzung der Nachfrage in Ihren Zielmärkten. Wir erstellen eine kostenlose Erstanalyse: Wonach wird gesucht, wie oft, und wo stehen Ihre Wettbewerber heute.
Erzählen Sie uns von Ihrem Unternehmen und Ihren Zielmärkten. Wir erfassen die Suchnachfrage und zeigen Ihnen, was möglich ist.